Visualisieren – eine hilfreiche Technik im Mentaltraining für Teams und Einzelsportler gleichermassen!

Visualisieren = Denken und Verarbeiten in Bildern

Der Einsatz des Visualisierens (Vorstellungsregulation, Vorstellungstraining oder Bewegungsvorstellung) ist eines der wirksamsten Hifsmittel für bessere Leistungen! Bildliches Vergegenwärtigen versetzt Dich in die Lage, gleichzeitig Körper und Geist zu beeinflussen.

 

Die bekanntesten Trainingsformen:

Bewegungsvorstellung/Visualisieren

  – eines einzelnen Bewegungsablaufes

  – eines Elements, einer ganzen Übung

     (z.B. Aerobic, Turnen, Eiskunstlaufen etc.)

  – von Spielzügen und Aufstellungen 

  – des taktischen Verhalten, des allgem. Wettkampfverhalten

  – für das mentale «Warm-up» vor Wettkämpfen etc. 

  – eines ganzen Wettkampftages

  – eigener, guter Leistungen und kommender Erfolge

  – unterschiedlichster Aufgaben und Herausforderungen 

 Weitere Formen des Visualisierens

• Fantasiereisen

• Tagträumen

• Katathym imaginatives Bilderleben (KiP)

• Kontemplation

• Imagination

 

Einsatz des Mentaltraining in Teamsportarten wie Volleyball, Handball, Basketball etc.

Ergebnisse aus Studien zum Einsatz des Mentalen Trainings lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Anfänger zeigen einen besseren Technikerwerb, wenn sie mental  trainieren.
  • Sich Bewegungsfolgen vorzustellen ruft die gleichen Reaktionen des autonomen Nervensystems hervor wie deren praktische Ausführung.
  • Standardaufgaben wie z. B. der Volleyball-Aufschlag aber auch andere komplexe Bewegungsabfolgen werden durch Mentales Training optimiert. 

Quelle: 

J. Mayer, H.-D. Hermann, Mentales Training

DOI 10.1007/978-3-662-46819-7_8

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

 

Speziell: Mentaltraining für Teams:

Vor oder nach dem Sporttraining, Trainingsbegleitend, in einem Trainingslager oder als Saisonvorbereitung können die unterschiedlichsten Formen der Visualisierung eingesetzt werden: Für die Erarbeitung und Festigung von Spielzügen, für die Verbesserung von Bewegungsabläufen, für die Wettkampfvorbereitung oder für die Erstellung eines «Drehbuchs» für Matches und Spielsituationen (Elfmeter, Freistösse, Unterzahlspiel etc.). 

Aus der Praxis

Zusammenarbeit Projekt «Visualisieren von Bewegungsabläufen» mit der Volleyball-Talent-School :

Markus Lutziger (Headcoach der Swiss Volley Talent School Amriswil 2006 bis 2016) konnte feststellen, dass die Bewegungsabläufe dank der Visualisierungstechnik in einer relativ kurzen Zeit klarer wurden und dadurch die Bewegungen präziser und stabiler ausgeführt werden konnten:

«Das Bewegungsablauftraining bringt im Volleyball wie auch in vielen anderen Teamsportarten sehr viel (Techniklernen, Bewegungsvorstellung etc.), allerdings muss es regelmässig und systematisch trainiert und eingesetzt werden». 

 

 

Visualisieren – eine starkes, mentales Hilfsmittel für Einzelsportler, Teams und Vereine
Visualisieren – eine starkes, mentales Hilfsmittel für Einzelsportler, Teams und Vereine