Emotionskontrolle – störende Emotionen und Impulse in Schach halten

Emotionen sind ständige Wegbegleiter in unserem Leben – im Sport, Alltag wie auch im Beruf

Emotionen im Sport – ein entscheidender Faktor!

Jede Aktion Im Sport wird in hohem Mass von Emotionen begleitet, deren inhaltliche Richtung und Intensität in engem

Zusammenhang mit Motivation und Gedankenführung stehen.

Emotionen aktivieren den Menschen. Angst- und Schmerzgefühle zum Beispiel lösen Vermeidungsreaktionen aus. Freude und Spass hingegen haben Zuwendung und ein höheres Aktivationsniveau zur Folge.

(Prof. Dr. Sigurd Baumann, «Psychologie im Sport»)

 

Emotionen hat jeder, sie beeinflussen uns.

Emotionen können zu Spitzenleistungen antreiben, sie beflügeln und motivieren.

Emotionen können auch hemmen und blockieren.

Wirkung positiver Emotionen

Verminderung von Stress, Beschleunigung der Erholung, Optimierung der Informationsaufnahme, Beschleunigung des

Lernens, Erhöhung der Kreativität.

 

Training der Selbstkontrolle

 

Es gibt vier Haupttechniken zur Selbstkontrolle der Emotionen, die ich mit Dir trainieren werde:

• Atmung

• Visualisieren

• Selbstgespräche und Gedankenkontrolle

• Körpersprache

 

Das speziell auf dich zugeschnittene Training beinhaltet als erstes die sogenannte Informationsphase, auf die dann die Übungsphase folgt. Anschliessend werden wir dann die Anwendungsphase angehen.

 

Um die Wirkung der Emotionen auf die sportliche Leistung abschätzen zu können, ist es sinnvoll, sie in zweierlei Kategorien einzuteilen: in positive und negative Emotionen. Die Unterscheidung beruht auf den beiden Polen «Lust» und «Unlust». Lustvolle Emotionen werden als «angenehm» erlebt, nicht lustvolle empfindet der Sportler als «unangenehm ».

(Prof. Dr. Sigurd Baumann, «Psychologie im Sport»)

 

Aus der Praxis

Fallbeispiel: «Schei…. schon wieder zu weit. Den nächsten Punkt muss ich machen sonst ist der Satz weg – das kotzt mich an…!

Das ist ein Schei... Spiel!»

Der Tennisspieler setzt sich so noch mehr unter Druck, lässt seinen Emotionen freien lauf und denkt nur an die Konsequenz. Seine Wut und seine Angst vor dem Verlust des Satzes  beeinflussen sein Urteilsvermögen und seine Gedanken negativ. 

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Wut und Frust nur sehr langsam abbauen. Unter diesen Umständen kann der nächste Wurf nur sehr schwer in einer ruhigen Grundstimmung gemacht werden.

«Im Zustand der Wut oder des Frusts (wie auch der Angst) lässt sich nur sehr schwer die Möglichkeit nutzen, aus den gemachten Fehlern zu lernen.

Hier ist zuerst die Emotionsregulation gefragt, damit die optimale Leistungszone wieder erreicht werden kann.  

 

Emotionskontrolle – ein wichtiger Baustein für die mentale Stärke
«Im Zustand der Wut oder des Frusts (wie auch der Angst) lässt sich nur sehr schwer die Möglichkeit nutzen, aus den gemachten Fehlern zu lernen.